Abnehmen und Alkohol

Alkohol ist in Deutschland leider das am weitesten verbreitete Suchtmittel. Da er zudem die reinste Kalorienbombe darstellt, möchte ich ihn auf dieser Seite thematisieren.

Kalorienbombe Alkohol!

Alkoholische Getränke sind Kalorienbomben. Das zeigt Ihnen folgender Vergleich sehr deutlich:

  • 1 g Kohlenhydrate liefert ca. 4 Kilokalorien.
  • 1 g Eiweiß liefert ebenfalls ca. 4 Kilokalorien.
  • 1 g Fett liefert ca. 9 Kilokalorien und
  • 1 g Alkohol liefert ca. 7 Kilokalorien.

Zusammenfassung: Wer zwei Monate lang täglich über den Energiebedarf hinaus 1 Flasche Bier trinkt, nimmt 1 kg zu! In einem Zeitraum von einem Jahr hilft Ihnen das Fläschchen Bier 6 kg zuzunehmen.

Negative Auswirkungen von Alkohol!

Gleich vorweg – Alkohol kann viele negativen Auswirkungen haben. Wir werden davon nur 3 nennen. Allerdings möchten wir Ihnen nicht verschweigen, dass Alkohol in richtigen Mengen auch positive Effekte auf die Gesundheit hat.

Welches sind nun die negativen Auswirkungen, die ich kurz ansprechen möchte?

  • Die Gewichtszunahme. Alkohol regt den Appetit an. Selbst wenn man eigentlich satt ist, bewirkt Alkohol Heißhunger!
  • Wer über längere Zeit viel Alkohol trinkt, also der Alkoholsucht verfallen ist, der bekommt schwere Stoffwechselstörungen. Und da der Stoffwechsel mit der Aufnahme und Verarbeitung der Nährstoffe zu tun hat, sind solche Störungen für unser Vorhaben nicht förderlich.
  • Alkoholismus schädigt die Nieren, die Leber, die Magenschleimhaut und den Dünndarm. Dadurch kommt es zu einer verstärkten Wasser- und Mineralausscheidung, zur bekannten Fettleber und zur Beeinträchtigung der Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen.

Die Alkoholfalle

Alkohol geht schneller als die Polizei erlaubt ins Blut. Dadurch wird der Insulinspiegel drastisch erhöht. Dies hat zur Folge, dass der Zucker in die Fettzellen festgesetzt wird, was sofort zur Unterzuckerung führt und Heißhunger bewirkt. Natürlich könnte man nun sagen, dass man abnehmen will und deshalb diesem Heißhunger Parole bietet. Das funktioniert aber nicht, weil Alkohol auch enthemmt und damit die Willenssteuerung lahm legt. Man gibt also nach und „haut rein“.

Dadurch kommt noch mehr Zucker ins Blut. Das erhöhte Insulin setzt es wieder fest. Trinkt man Hopfen und Malz, so sorgt eine Substanz des Hopfens dafür, dass die Fettbevorratung etwas lässiger gehandhabt wird. Männerbrüste und Bierbäuche sind die Folge davon.

Genießt man dagegen süße alkoholische Getränke, so heizt man die Insulingeschichte von weiter oben noch mehr an. Die Fettzellen-Mästung nimmt ihren Lauf.

Alkohol-Regeln

  • Sie erinnern sich an mein Bier-Beispiel? Dort sprach ich von der Flasche Bier über den täglichen Energiebedarf hinaus. Beachten Sie also den feinen Unterschied, ob der getrunkene Alkohol innerhalb des Energiebedarfs oder darüber liegt!
  • Rechnen Sie auf jeden Fall Ihre alkoholischen Getränke in Ihre Energiebilanz mit ein!
  • Bier macht dicker als Wein!
  • Wein lässt sich sogar mit Wasser zu einem Schorle verdünnen!
  • Hochprozentiger Schnaps sorgt für Hüftspeck (nicht Hüftgold)!

Ein Alkohol-Beispiel

Zum Abschluss möchte ich nochmals die Größe der alkoholischen Energiezufuhr anhand von Zahlen verdeutlichen:

125ml Rotwein 95 kcal
330ml Exportbier 135 kcal
20ml Cognac 45 kcal
20ml Pfefferminzlikör 70 kcal
20ml Whiskey 97 kcal
300ml Caipirinha 325 kcal

Wie schnell trinkt man am Abend zwei Bier (jeweils 0,5 L) und hat damit ca. 400 kcal intus. In der Bar um die Ecke zwei Caipirinhas wären ca. 650 kcal. Selbst bei einem viertel Liter Rotwein wäre man mit ca. 200 kcal dabei! Und was käme wohl bei einem Rausch zusammen?

Abnehmen mit Fastenkuren, wenn es schnell gehen soll.

Abnehmen mit Fastenkuren ist ein Geheimtipp, wenn man wirklich schnell abnehmen will. Will man erfolgreich abnehmen, führt an einer Ernährungsumstellung und Sport einfach nichts vorbei. Will man auch noch schnell abnehmen, muss man etwas tiefer in die Trickkiste greifen. Fastenkuren sind ein solcher Trick. Man kann aber Einiges falsch machen und nirgends ist die Gefahr des Jojo – Effektes so groß, wie beim Einsatz von Fastenkuren.

Mit Diäten kann man in der Woche höchstens zwischen einem und zwei Kilogramm abnehmen. Wesentlich schneller kann man abnehmen mit Fastenkuren. Wenn man es richtig macht, kann man in einer Woche bis zu 10 Kilogramm oder sogar mehr abnehmen, was aber schon gefährlich werden kann. Wie viel man abnehmen kann, hängt von der persönlichen Anlage ab. Es kommt darauf an, wie viel Übergewicht man hat, wie gut der Stoffwechsel funktioniert und ob man zusätzlich noch Sport treibt. Beim Sport muss man allerdings sehr vorsichtig sein, um sich nicht zu überanstrengen.

Viele setzen Diäten und abnehmen mit Fastenkuren gleich. Auch einige Fachleute machen dies, weil manches, das als Diät angepriesen wird, schon einer Fastenkur gleichkommt. Eine vernünftige Diät sollte halbwegs ausgewogen und über einen längeren Zeitraum ohne gesundheitliches Risiko durchführbar sein.

Fastenkuren sind dies in der Regel nicht. In der Regel zeichnen Sie sich durch eine sehr einseitige und oft auch spartanische Nahrungsauswahl aus.

Woher stammen Fastenkuren?

Ursprünglich entstammen Fastenkuren religiösen Praktiken und abnehmen mit Fastenkuren war nicht Sinn der Sache. Fasten soll Körper und Seele reinigen und oft auf größere Feierlichkeiten vorbereiten. Im Christentum kennt man beispielsweise die Fastenzeit vor Ostern. Auch der Ramadan aus dem Islam ist bekannt. Viele andere Religionen – alte wie neue – kennen das Fasten auch.

Abnehmen mit Fastenkuren war ursprünglich kein Ziel. Erst in jüngerer Zeit hat sich mit dem Heilfasten auch Abnehmen als Ziel durchgesetzt. Heilfasten soll allgemein das Wohlbefinden und die Gesundheit verbessern verbessern.

Es gibt zahlreiche Fastenkuren. Zum Teil werden heute noch althergebrachte Fastenkuren angewandt wie beispielsweise die Kneipp – Kuren. Weit verbreitet sind heute Fastenformen, die von Ärzten entwickelt worden sind und unter ärztlicher Aufsicht zur Entschlackung und Regeneration führen sollen. Abnehmen mit Fastenkuren sollte man bei schwacher Konstitution auch nur unter ärztlicher Aufsicht.

Kein Abnehmen mit Fastenkuren ohne Vorbereitung

Alle Fastenkuren benötigen eine gewisse Zeit der Vorbereitung. Das Ende der Fastenzeit soll möglichst behutsam vor sich gehen, damit der Körper keinen Schaden nimmt und auch der Jojo Effekt vermieden wird. Während des Fastens soll der Darm vollständig entleert werden. Es soll auch mehr getrunken werden, als sonst üblich. Je nach Kur sollten es verschiedene Tees, Fruchtsäfte oder Wasser sein.

Abnehmen mit Fastenkuren: die Qual der Wahl

Es gibt sehr viele Unterschiedliche Fastenkuren. Mittelalterliche Mönche in Europa fasteten beispielsweise mit Bier. Zu diesem Zweck wurde eigens ein stärkeres Fastenbier gebraut. Glücklicher Weise gibt es viele zeitgemäßere Fastenkuren. Es wurden auch einige speziell zum Abnehmen mit Fastenkuren entwickelt. Bei der bekannten Mayr Methode wird mit Gemüsesuppe und Säften gefastet.

Die Milch – Semmel Kur nach Dr. Mayr schont besonders den Darm. Nur am Morgen und zu Mittag gibt es harte Semmeln, die mit ein wenig Mich intensiv gekaut werden sollen. Den restlichen Tag über trinkt man nur Kräutertees oder Wasser.

Unter Teefasten versteht man das Fasten mit Tees oder Wasser, bei der auch zur Entlastung einige Obsttage eingeschoben werden können.

Bei der Molkekur wird ein Liter Molke über den Tag verteilt getrunken. Ergänzt wird diese Kur mit Obstsäften und Wasser.

Beim Basenfasten werden ausschließlich Basen bildende Mahlzeiten verzehrt. Das soll den Körper zusätzlich noch entsäuern.

Beim Abnehmen mit Fastenkuren ist es sehr wichtig, dass viel getrunken wird. Das hilft nicht nur dem Körper beim entleeren des Darmes, sondern nimmt auch das anfänglich stark vorhandene Hungergefühl. Nach einigen Tagen verschwindet dieses Hungergefühl überraschender Weise von selbst. Man muss allerdings einen starken Willen haben, um diese Zeit zu überbrücken.

Abnehmen mit Fastenkuren ist nur eine Anwendung von vielen

Wenn Ihr Körper übersäuert ist, kann Basenfasten eine interessante Möglichkeit sein. Dadurch wird der Körper entsäuert, was sehr gut für die Gesundheit ist. Und was sehr wichtig ist: Ein saurer Körper kann nicht leicht abnehmen.

Um beim Abnehmen mit Fastenkuren alleine erfolgreich zu sein, muss man einen sehr starken Willen haben. Auch kann es Ärger mit der Familie geben, wenn man eine Fastenkur länger durchziehen möchte. Sehr groß ist auch die Gefahr des Jojo Effektes, wenn man nach einer Fastenkur wieder wie gewohnt weiter isst.

Fastenkuren können aber bei jeder Diät hervorragend helfen, wenn man eine Diät mit einer einwöchigen Fastenkur beginnt.

Abnehmen mit Fastenkuren in Kombination mit einer Diät

Dies ist ein guter Einstieg in eine Diät, man hat in einer Woche bereits einiges abgenommen und kann schon mit gestärktem Selbstvertrauen die Diät beginnen. Hat man während der Diät eine Phase, in der nichts mehr weiter zu gehen scheint, kann man auch zwischendurch eine Fastenwoche einschieben.

Beispielsweise gibt es einige Empfehlungen und Erfolgsberichte,  die Trennkost mit einer Woche zu beginnen, in der nur Basensuppen gegessen werden. Davon kann man essen, bis man satt ist. Trotzdem kann man damit schnell abnehmen. Basensuppen sind zum Beispiel Broccoli Creme Suppen oder Champignon Creme Suppen. Diese sollte man selbst machen, da in fertigen Suppen aus dem Supermarkt oft Zutaten wie Zucker enthalten sind, die den positiven Effekt dieser Suppen wieder zunichte machen. Basensuppen gibt es auch in der Apotheke zu kaufen. Diese schmecken allerdings nicht sonderlich gut.

Abnehmen mit Fastenkuren kann eine interessante Variante sein und eine Diät unterstützen.

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